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Gegenstand der Wirtschaftsinformatik sind Informations- und Kommunikationssysteme in Wirtschaft und Verwaltung. Es handelt sich um soziotechnsiche Systeme, die menschliche und maschinelle Komponenten als Aufgabenträger umfassen, die voneinander abhängig sind, ineinandergreifen und/oder zusammenwirken. Im Mittelpunkt seht die Unterstützung bei der Erfüllung betrieblicher Aufgaben. Ziel ist die optimale Bereitstellung von Information und Kommunikation nach wirtschaftlichen Kriterien. Aufgrund der Komplexität von Informations- und Kommunikationssystemen (IKS) zielt die Wirtschaftinformatik darauf ab, bestimmte Arten oder Komponenten zu isolieren, zu untersuchen und zu integrieren. Typsiche Arten ergeben sich aus unterschiedlichen Sichten der untersuchten Organisationseinheiten, z.B. IKS eines Unternehmens, IKS einer Arbeitsgruppe, IKS einer Branche usw. Ziel der Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft ist die Gewinnung von Theorien, Methoden, Werkzeugen und Erkenntnissen über/zu IKS in Wirtschaft und Verwaltung sowie die Ergänzung des Methodenkastens (Ingenieurwissenschaft) um Erkenntnisse einer soziotechnischen Perspektive. |
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Umweltinformationssysteme |
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Aufgrund der gravierenden Umweltprobleme hat der Schutz unserer Umwelt zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Steuerung und Koordination der verschiedenen Aufgaben des Umweltschutzes (Umweltvorsorge, -planung usw.) obliegen meist öffentlichen Behörden und Institutionen. Dabei kann die notwendige Performance der Entscheider, wie hohe Entscheidungsqualität und geringe Reaktionszeiten, nur durch einen erfolgreichen integrativen Einsatz von Umweltinformationssystemen (UIS) erzielt werden.
Im Rahmen einer aufwendigen empirischen Befragung von über 300 Behörden bzw. Organisationen in Deutschland wurde der Bestand von derzeit eingesetzten Informationssystemen erhoben. Wesentliche Ergebnisse der sechsmonatigen Untersuchung sind u.a.:
- “Manuelles Umweltdatenhandling” ist weiterhin weit verbreitet.
- Die derzeit geringe Leistungsfähigkeit eingesetzter Systeme resultiert aus fehlenden Metadaten und mangelnder Vernetzung bzw. fehlender integrativer Sichtweise.
- Aufzeigen konkreter Lösungsmöglichkeiten zur Steigerung behördlicher Steuerungs- und Koordinationskompetenz im Umweltschutzbereich mittels optimaler UIS.
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Workflow-Management-Systeme |
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Tiefgreifende Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen wie die Globalisierung des Wettbewerbs, die Verkürzung von Innovationszyklen und die von Ort und Zeit zunehmend unabhängigere Verfügbarkeit von Informationen stellen die derzeit noch vorherrschenden Organisationstrukturen der Unternehmen im Industrie- und Dienstleistungsbereich erheblich in Frage. Es gilt als weithin akzeptiert, dass die erforderliche Flexibilität am Markt immer weniger durch "zentrale Vorgaben" gesichert werden kann. Bürokratische Verhaltensweisen wirken bei hoher Marktdynamik vielmehr kontraproduktiv. Eine geschäftsprozessorientierte Organisation kann hingegen die Delegation von Entscheidungen, die Erweiterung der Bereichsautonomie, die Bildung abgeschlossener Aufgabenkomplexe, die Erhöhung der Marktnähe und die Förderung der unmittelbaren Kommunikation ermöglichen und ist deshalb durchgängig kenzeichnend für empfohlene Reorganisationstrategien. Die konsequente Ausrichtung des unternehmerischen Handelns auf ganzheitliche Geschäftsprozesse wird seit Anfang der 90ger Jahre unter dem Schlagwort "Business Reegineering" in der BWL umfassend diskutiert und von namhaften Unternehmensberatungen als das State-of-the-Art Schlüsselkonzept vermarket. Business Reengineering beinhaltet ein fundamentales Überdenken und radikales Redesign von Unternehmen oder von wesentlichen Unternehmensprozessen. Das Resultat sind Verbesserungen um Grössenordnungen in entscheidenden, heute wichtigen und messbaren Leistungsgrössen in den Bereichen Kosten, Qualität, Service und Zeit. In diesem Umfeld kommt dem innovativen und rasch wachsenden Gebiet der Workflow-Management-Systeme eine besondere Bedeutung zu. Durch den Einsatz von Workflow-Management-Systemen sollen die Ziele des Business Reengineering auf der informationstechnischen Ebene umgesetzt werden. Es wird der Standpunkt vertreten, dass Business Reengineering ohne den “letzten Schritt”, d.h. die Umsetzung mit Workflow-Technologie, nur sehr eingeschränkt erfolgreich sein kann. Bei Workflow-Management-Systemen handelt es sich um komplexe IV-Systeme, die Prozesse und Vorgänge steuern und dabei folgende Ziele erreichen sollen:
- Schaffung höherer Transparenz der betrieblichen Prozesse
- Verbesserter Zugriff auf Informationen
- sowie allgemeine relativ einfach messbare Ziele
- Verringerung von Durchlauf- und Bearbeitungszeiten
- Kostenreduktion
- Produktivitätssteigerung
- Verringerung des Papierausstosses
Ungeahnte, aber auch schwer quantifizierbare Nutzenpotenziale schlummern hauptsächlich in den erstgenannten Zielen. Für die korrekte Erstellung von Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen, die letztlich über das "sein oder nicht sein" von CSCW-Systemen entscheiden, müssen daher geeignete Beurteilungskriterien und -methoden eingesetzt werden, die möglichst alle Nutzenaspekte berücksichtigen können. |
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